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Computer - Historische Entwicklung

Entwicklung der Leistung und Preise zwischen 1998 bis 2020

2014 / 2020 © Thomas Gade

Diese Website befassen wir uns unter anderem mit Scannern. Bereits 2003 war die Entwicklung der Desktop Filmscanner weitgehend abgeschlossen. Ihre Auflösung wurde erst ab 2015 bei einigen Modellen geringfügig erhöht, ansonsten blieb alles beim Alten. Die alten Topgeräte sind bis heute unübertroffen. Verändert hat sich nur die PC-Technik. Frühere Engpässe, die das Scannen und Bearbeiten vieler Bilder enorm behinderten, sind überwunden.

Lange galt, dass EDV-Technik rasch veraltete. Die Hersteller erhöhten im raschen Tempo die Leistung der Computer und die Kapazitäten der Speichermedien. Anschlüsse wie SCSI, Firewire und USB wurden in verschiedenen Ausfertigungen mit unterschiedlichen Transfergeschwindigkeiten entwickelt.

Als man in den 1990ern zunehmend herkömmliches Fotomaterials scannte, waren die Computer dieser Aufgabe kaum gewachsen und die Bildbearbeitung dauerte gefühlt eine Ewigkeit. Die Scanner-Technologie war um 2003 ausgereift. Seitdem gab es keine wesentlichen Veränderungen oder Verbesserungen, doch waren die damaligen Computer immer noch leistungsschwach.

Es ist heute kaum noch nachzuvollziehen, wie nervig das Digitalisieren vieler Bilder mit alten Computern war. Fälschlicherweise kann man denken, dass dies alleine an den Scannern lag. Problematischer waren aber die lahmen Computer, langsame Datentransfers und teure Massenspeicher. Man versuche sich vorzustellen, wie man mit damaligen Technik 1000 Dateien mit jeweils 140 MB (4000dpi / RGB /48 Bit) aus einem Nikon Coolscan 4000 / 5000 in den Griff bekam.

Das Speichern vieler großer Dateien und ihre Bearbeitung wurde für moderne PCs (ab 2011) eine Kleinigkeit. Um die aktuelle Situation zu verstehen, blicken wir zurück, wie sich technisch und preislich das Angebot der Mittelklasse-PCs seit 1998 entwickelte.

März 1998 Februar 2002 Juni 2006
     
Pentium II, 300 Mhz (0,3 Ghz) Pentium IV, 2 Ghz AMD Athlon 64 3500+
64 MB Ram 256 MB Ram 1 GB Ram
4 MB Grafikkarte 64 MB Grafikkarte 256 MB Grafikkarte
9 GB Festplatte 80 GB Festplatte 200 GB Festplatte
CD-Rom Lesegerät DVD/CD-RW Combo
(liest DVD / brennt und liest CD)
DVD/CD
(lesen und schreiben)
    DVD Lesegerät (zusätzlich)
Diskettenlaufwerk Diskettenlaufwerk kein Diskettenlaufwerk
  USB USB 2 / Firewire
Soundkarte 5-Kanal Sound 8-Kanal Sound
Windows 95 Windows XP Home Windows XP Home
     
Preis: ca. 6000 DM / 3000 € Preis: ca. 1000 € Preis: ca. 650 €
     
CD Recorder:
700 DM / 350 €
DVD Recorder:
ca. 400 €
DVD Recorder:
ab 45 €
6,5 GB Festplatte:
550 DM / 275 €
120 GB interne Festplatte:
ab 200 €
300 GB externe Festplatte:
130 €
64 MB SD-Ram:
320 DM / 160 €
512 MB SD-Ram:
ab 100 €
1 GB SD-Ram:
ab 80 €


April 2014 Juni 2020 *  
     
Intel i7 - 4 Kerne mit 3,5 Ghz Intel i7 9700k  
8 GB Ram 16 GB Ram  
1,5 GB Grafikkarte 4 GB Grafikkarte  
2 TB Festplatte + 128 GB SSD 500 GB SSD M.2
+ 2 TB Festplatte
 
Bluray Brenner Bluray Brenner  
     
kein Diskettenlaufwerk kein Diskettenlaufwerk  
USB 2.0 / USB 3.0 USB 2.0 / USB 3.0  
6-Kanal Sound 6-Kanal Sound  
Windows 8.1 Windows 10  
     
Preis: 800 € Preis: ca. 1000 €  
     
     
Externe 3 TB Festplatte:
100 €
zus. interne SSD mit
2 TB: ab 200 €
 
8 GB Ram:
50 €
16 GB Ram:
ab 60 €
 

* 2020 hätten die Preise niedriger sein können. Aber der Corona / Covid-19 Virus hatte Engpässe berwirkt, die zu Preiserhöhungen führten. Besser ausgestatte Vormodelle waren für deutlich unter 1000 € zu haben. Ich erwarb im Dezember 2019 einen PC mit Intel i7 7700k CPU, 16 GB RAM, Gigabyte R9 Grafikkarte mit 8 GB und M.2 SSD mit 1 TB für 550 €.

Seit 2010 leistungsfähige, bezahlbare Computer

Um 2010 waren hochwertige Computer so gut, dass die während eines Scanvorgangs stattfindende Bildbearbeitung nur noch wenige Sekunden dauerte. Die im Jahre 2011 eingeführte Intel i7 2600K CPU erwies sich als großer Meilenstein. Intel bot seine CPUs seit 2010 in drei Klassen an. Intel i3, Intel i5 und Intel i7. Es gibt unterschiedliche Taktzahlen und stromsparende Versionen für Laptops. Aus der Zahl hinter i3, i5 oder i7 ist die Generation ablesen. i7 2600k steht für einen i7 Prozesser der 2. Generation. Das K hinter vierstelligen Zahl verrät, dass der Prozessor eine Grafikeinheit enthält und somit keine Grafikkarte nötig were. Zudem kann man den Prozessor übertakten.

Seit 2013 mehr Wumms mit SSD und mehr RAM

Computern aus der Zeit kann man für wenig Geld eine flotte SSD (Solid State Drive) und zusätzlichen Arbeitsspeicher spendieren. Dann sind sie für fast alle Anwendungen genauso gut, wie ihre modernen Nachfahren. Ab 2013 verdrängte die SSD mit rund 128 GB für ca. 120 € die herkömmliche Festplatte als Speicherort für das Betriebssystem, die installierten Programm und ihren Speicherbedarf für temporäre Dateien, Cache etc.

2020 waren SSD mit 1 TB Kapaztät für unter 100 € im Handel. Die konventionelle Festplatte mit rotierenden Scheiben wurde immer mehr verdrängt. Sie konnte sich nur in größeren Kapazitäten (über 2 TB) noch halten.

Nur für richtig große Datenbestände hatte die 3,5" Festplatte mit rotierenden Scheiben noch nicht ausgedient. Die Seagate Exos X X16, eine konventionelle Festplatte im 3,5" Faktor, kostet etwa 430 €. Für den gleichen Preis war die 2,5" SSD Samsung 860 QVO mit 4 TB zu haben. Dennoch gab es natürlich noch viele ältere Systeme, in denen Festplatten alten Typs noch werkelten oder in externen Gehäusen. Sie waren ja nicht kaputt und zum Speichern von Filmen oder Fotos immer noch zu gebrauchen.

Stagnation in der PC Entwicklung

Die Möglichkeit, Computer seit 2010 mit SSD und mehr RAM deutlich flotter zu machen, führte zu einer Stagnation in der PC Entwicklung. Lediglich Anwender, allerhöchste Leistung fordern, wie anspruchsvolle Gamer oder Filmemacher, die mit sehr hohen Auflösungen (4k bis 8k) aufzeichnen, ließen sich ab etwa 2014 noch von neuen Modellen heißmachen.

Scannen mit alten Computern

Computer werden immer länger gebraucht. Bis etwa 2010 war alle zwei Jahre eine enorme und spürbare Steigerung der Computerleistung bemerkbar. Die Zeiten sind vorbei. Zudem gibt es zahlreiche Computer aus zweiter Hand, die auch weit über 5 Jahre nach ihrem Ersterwerb immer noch gut sind.

Wenn bewährte ältere Software auf neueren Betriebssystemen nicht mehr läuft, dürfen Windows XP oder Windows 7 gerne ältere Laptops antreiben, die für wenig Geld aus zweiter Hand erworben wurden. Das ist einfacher, als sich den Stress aufzuhalsen, eine Kompatibilität mit Windows 10 zu erzwingen. Noch billiger sind hochwertigste Desktop Computer aus der Zeit um 2010 zu haben. Warum sollen sie nicht als Partner für gute Scannertechnologie aus alten Tagen fungieren?

Besonders empfehlenswert sind Business Laptops von Dell (Precision / Latitude), IBM und Lenovo, die oft noch im sehr guten Zustand als Leasingsrückläufer dem Gebrauchtmarkt zugeführt werden.

Über günstige PCMCIA Adapter (10 €) kann man Laptops fehlende Anschlüsse (USB 3.0 / SCSI...) nachträglich spendiren und für Desktops gibt es dafür preiswerte PCI Karten. Der Vorteil von Laptops ist ihr geringer Stellbedarf und sie können nach der Arbeit im Schrank verschwinden.

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