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Filmscanner




Vergleich maximaler Auflösung verschiedener Scanner


Ermitteln der Auflösung anhand eines USAF 1951 Resolving Power Test Targets.


Basisinfos über Filmscanner

Es gibt spezielle Filmscanner, die nur zum Scannen von Filmen in bestimmten Größen gemacht sind. Insbesondere für Kleinbildfilme (24x36mm) gibt es eine relativ große Auswahl.

Für Formate aller Größen bieten Flachbettscanner mit Durchlichteinheit eine erheblich größere Flexibilität. Die Vorlage wird auf eine Glasplatte gelegt, unter der sich ein beweglicher Scannerkopf befindet. Aufsichtsvorlagen reflektieren Licht, das von unten kommt. Transparente Vorlagen werden von oben durchleuchtet. Besonders empfehlenswert für den Heimbereich, das Fotostudio oder kleine Archive sind Scanner von Epson. Bis ca. 2005 war die Auswahl erheblich größer und manche alten Geräte von bsp. Agfa oder Heidelberg sind auch heute noch im Einsatz.

Der Pferdefuß bei Flachbettscannern besteht in der Regel im Fehlen des Autofokus, wodurch die bestmöglich Schärfe, bzw. Auflösung nicht erreicht wird oder erst durch mühselige Experimente zum Ermitteln des richtigen Abstands der Vorlage zum Auflagenglas. Letzteres ist auch eine Fehlerquelle durch Verschmutzung oder einem sich allmählich bildenden Belag auf der Unterseite, die eine Öffnung des Scanners zur Reinigung erfordert.

Im professionellen Bereich kamen große Trommelscanner zum Einsatz, die sehr gute Scans mit hoher Schärfe und sehr guter Tonwertabstufung ermöglichten.

In den Scannern messen Sensoren das vom Originalbild kommende Licht, um es in digitale Informationen zu verwandeln. Am häufigsten werden CCD-Sensoren (Charge-coupled Device) verwendet. Zusätzlich werden Linsen und Spiegel eingesetzt, um eine optimale Bildwiedergabe zu erzielen. CIS-Sensoren (Contact Image Sensor) kommen ohne spezielle Optik aus. PM-Sensoren (Photomultiplier Tubes) werden in Trommelscannern eingesetzt und liefern die besten Ergebnisse.

Abfotografieren statt scannen

Alternativ werden Filme mit Digitalkameras und guten Makroobjektiven abfotografiert. Diese Methode liefert sehr gute Ergebnisse. Mit der richtigen Technik geht das schneller als herkömmliches Scannen. Allerdings ist die infrarotgestützte Defekterkennung nur mit tieferen Kenntnissen und höherem technischen Aufwand realisierbar. Jedoch unterdrücken diffuse Lichtquellen die Sichtbarkeit von Kratzern und Staub erheblich, sodaß der nachfolgende Retuscheaufwand meistens gering ist.

Dateiformate und Farbtiefe

Farbtiefe - Je mehr Bit, desto besser

Scanner unterteilen das Helligkeitsspektrum des Bildes in fein abgestufte Tonwerte. 24 Bit Farbtiefe (gleich: 8 Bit pro Kanal) ergeben pro Farbkanal maximal 256 Helligkeitsstufen. 48 Bit-Dateien (gleich: 16 Bit pro Kanal) ergeben bereits 65536 Helligkeitsstufen.

Je feiner ein Scanner die Tonwerte differenziert, desto besser wird die Bildqualität. Für Texte sind 24 Bit weit mehr als nötig. Für Fotos, deren Helligkeiten und Kontraste nicht stark bearbeitet werden müssen, sind 24 Bit ausreichend. Hat man Vorlagen, die drastische Tonwertkorrekturen benötigen, sind 48 Bit-Dateien besser. Die Scanner können intern 24 Bit, 30 Bit, 36 Bit oder andere Werte haben. Je mehr Bit, desto besser. Um Dateien mit Werten über 24 Bit zu erhalten, ist eine 48 Bit Ausgabe notwendig, da unsere Dateisysteme keine 30 Bit oder 36 Bit Dateien speichern. Scanner, die intern mehr als 24 Bit haben, also mehr als 256 Tonwerte pro Kanal, gelten als 48 Bit Scanner, weil die Ausgabe nur als 24 Bit (= 8 Bit pro Kanal) oder 48 Bit (= 16 Bit pro Kanal) erfolgen kann.

JPG Dateien enthalten nur max. 8 Bit Farbtiefe pro Kanal. TIF erlaubt sowohl 8 wie auch 16 Bit sowie auch mehr als drei Kanäle. Am besten erzeugt man beim Scannen zuerst TIF-Dateien mit 16Bit pro Kanal. In der nachfolgenden Bildbearbeitung werden die üblichen Basiskorrekturen vorgenommen, wie die Verbesserung der Tonwerte, Retusche, Entzerren von stürzenden Linien, Horizontbegradigung etc. Das Ergebnis darf mit moderater Komprimierung in das platzsparende JPG-Format umgwandelt werden.

Auflösung

Die Auflösung wird definiert über die Anzahl der Pixel pro Zoll. Um eine hohe Auflösung zu erreichen, müssen die Optik und die Mechanik stimmen. Viele Flachbettscanner werden mit weit übertriebenen dpi-Angaben angepriesen. Zählen tut nur die optische Auflösung und nicht die interpolierte. Je nach Vorlage, sind andere Auflösungen empfehlenswert: Text: 300 dpi / Photos: 600 dpi / Kleinbild Dias und Negative: mindestens 1600 dpi, vorzugsweise jedoch 2700 bis 4000 dpi.

Anschluss

Alte Profiscanner hatten SCSI Anschlüsse und später FireWire. Seit etwa 2003 werden fast alle Scanner über USB mit Computern verbunden. Moderne Desktop PCs haben keine FireWire- und SCSI-Anschlüsse mehr, doch kann man die Steckdosen mittels PCI Karten nachrüsten.

Software

Die meisten Scanner werden mit einer eigenen Scanner-Software geliefert. Alternativ gibt es die Programme Silverfast Ai und VueScan. Gescannter Text kann mittels eines Texterkennungsprogramm (OCR = Optical Character Recognition) in editierbaren Text umgewandelt werden.



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